Wenn jemand Gesundheit sucht, frage ihn erst, ob er auch bereit ist, zukünftig alle Ursachen seiner Krankheit zu meiden- erst dann darfst du ihm helfen. (Sokrates)
              

Gua Sha

Der Begriff „Gua Sha“ kommt aus dem Chinesichen und bedeutet:

Gua: „reiben“, „kratzen“
Sha: „Sand“, „rötlicher, erhabener, hirseähnlicher Hautausschlag“, Hautrötung

Es wird traditionell angewendet, um Schmerzen zu beseitigen, Schadstoffe und Säuren aus dem Körper auszuleiten und ihn so zu entgiften. Gua Sha kann als alleinige Therapie oder in Verbindung mit anderen Behandlungsmethoden angewendet werden. Dieses Verfahren ist in Deutschland und Europa noch relativ unbekannt, in Asien jedoch weit verbreitet.

Anwendungsgebiete von Gua Sha:

  • Schmerzzustände und Bewegungseinschränkungen im Bereich von Wirbelsäule und Gelenken (akut oder chronisch)
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Erkältung, Sinusitis, Bronchitis, Asthma
  • Funktionsstörungen von Augen und Ohren
  • Verdauungsprobleme
  • weitere Probleme innerer Organe wie z.B. Herz, Blase, Niere, Uterus, Prostata

Wirkungen von Gua Sha:

  • Linderung von Schmerzen
  • Verbesserung der Durchblutung und der Sauerstoffversorgung im Gewebe
  • Entspannung von Muskulatur, Sehnen und Bändern
  • Stoffwechselanregung
  • Aktivierung des Immunsystems
  • Ausleitung von Säuren und Toxinen
  • Einfluss auf innere Organe

Ablauf der Behandlung bei Gua Sha:

Es können Rücken, Nacken, Schultern, Brust, Arme, Beine und Gelenke im Sitzen oder Liegen behandelt werden. Ein Öl, das Schmerzen lindert und die Entgiftung und Ausleitung von Schadstoffen  unterstützt, wird im zu behandelnden Areal eingerieben.

Mit einem einfachen Löffel oder einem speziellen Schaber aus Büffelhorn wird dann z.B. der Rücken mit angemessenem Druck bearbeitet, bis durch Schaben und Reibung eine rötliche Hautverfärbung entsteht. Diese Rötung ist erwünscht und zeigt an, dass in den behandelten Regionen oberflächliche oder auch tief sitzende Stauungen vorhanden sind. Diese werden durch Reiben und Schaben auch in tieferen Gewebsschichten aufgelöst und vom Körper abgebaut.

Da sich am Rücken viele Akupunktur- punkte und Reflexzonen befinden, die in direkter Verbindung zu inneren Organen stehen, kann über die Behandlung „Gua Sha“ sogar Einfluss auf tiefsitzende Organstörungen genommen werden.

Die entstandenen Hautrötungen lösen sich nach 2–5 Tagen vollständig auf. Die Länge des Zeitraums bis zum völligen Verschwinden der Hautrötung lässt Rückschlüsse über die Stärke der vorhandenen Stauungen und die Stoffwechseltätigkeit zu.

Je häufiger Gua Sha angewendet wird, desto weniger intensiv wird die Hautrötung sein und die Stauungen werden zunehmend schneller abgebaut .

In den ersten 1 – 2 Tagen nach der Behandlung kann ein leichtes Muskelkatergefühl auftreten.

Empfohlene Verhaltensmaßnahmen:

  • viel trinken (Wasser, Tee)
  • das behandelte Areal sollte bis zum Abklingen der Hautzeichen bedeckt bleiben und vor Sonne und Wind geschützt werden
  • keine schwere körperliche Anstrengung für mindestens 24  Stunden nach der Behandlung
  • Spazieren gehen, evtl. leichte Dehnübungen